
Aktueller Stand der Sanierung der Herz-Jesu-Kirche in Ebersberg
Kurzberichte von der Baustelle Herz-Jesu Kirche Ebersberg
Kalenderwochen 39-48 (22. September bis 26. November 2025): Stuttgart 21 und das Schweigen der Glocken
Wegen Personalengpässen wurde das Innengerüst leider erst in der zweiten Oktoberwoche abgebaut. Für die Montage der Akustikelemente wurde über der Empore noch ein kleines Hilfsgerüst aufgebaut. Da die Außenarbeiten beendet waren, konnte das Außengerüst abgebaut werden, so dass nun die Kirche in neuem Glanz erscheinen kann.
In den letzten beiden Oktoberwochen hat der Heizungsbauer die alten Heizkörper und Rohre abmontiert und neue Anschlüsse hergestellt. Die Nischen wurden mit stabilen Dämmplatten wärmetechnisch optimiert. Aufgrund der langen Lieferzeit können die neuen Heizkörper aber erst in der zweiten Dezemberwoche installiert werden.
Unerwartet lange Lieferzeiten haben auch für eine Verzögerung der Montage der Akustikelemente über der Empore gesorgt und zu allem Überfluss gab es auch noch Koordinierungsschwierigkeiten bei den vorbereitenden Arbeiten, so dass mit der Montage erst Anfang Dezember begonnen werden kann.
Mit den Elektroarbeiten ging es voran, die Deckenleuchten wurden montiert, wobei es auch hier wieder zu Abstimmungsproblemen kam. Immerhin gibt es nun einen modernen Schaltschrank in der Sakristei, der den aktuellen Vorschriften entspricht. In der Vielzahl der Schalter, Sicherungen und Kabel ist es nicht ganz einfach sich zurecht zu finden, so dass prompt beim Anschluss der Glockensteuerung etwa schiefging. Seitdem schweigen die Glocken !
Da momentan nicht sicher abschätzbar ist, wann mit den Aufräumungsarbeiten und dem großen Saubermachen begonnen werden kann, hat der Kirchengemeinderat schweren Herzens die Eröffnung für den 11. Januar 2026 abgesagt. Ein neuer Termin wird erst bekannt gegeben wenn er auch sicher zu halten ist. Es gibt also durchaus Parallelen zu „Stuttgart 21“, aber es soll kein „Ebersberg 21“ werden.
Kalenderwochen 33 bis 38 (11. August bis 21. September 2025)
Diese Wochen waren geprägt durch viele kleinere Dinge, die viel Zeit in der Organisation und Überprüfung brauchten, die Arbeiten gingen dementsprechend zäh voran.
Der Außenanstrich und der Neuanstrich der Ziffernblätter und Uhrenzeiger wurden fertig gestellt und von der Architektin überprüft. Ein paar kleinere Nachbesserungen waren die Folge, die aber schnell erledigt wurden. Bei der Inspektion der Fassade stellten wir dann auch noch fest, dass von der beauftragten Firma bei den Fugen an den Rahmenteilen der Altarraumfenster ein paar Stellen nicht ausgebessert worden waren, was dringend zu erledigen ist. Auch die Ableiter des Blitzschutzes waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig montiert, was inzwischen aber zügig erledigt wurde.
Im Innenbereich haben die Trockenbauer noch die fehlenden Akustikelemente unter der Empore montiert. Beim Abnahmetermin mit der Architektin hat sich dann gezeigt, dass an der Vorderkante nachgebessert werden musste: die Unterkante der Empore ist leider nicht sauber gerade, dadurch war ein unschöner ungleichmäßiger Schlitz zu sehen, was nicht sein sollte. Bei diesen Akustikelementen sind vom Maler noch ein paar Restarbeiten zu erledigen.
Die Innenwände und die Akustikelemente unter der Decke sind auch gestrichen. Die Empore muss noch auf den Anstrich warten, bis die Akustikelemente neben und über der Orgel montiert sind. Das wird leider noch dauern, da die Lieferzeit der Elemente momentan recht lang ist.
Für die Installation der Beleuchtung (und auch die Montage der Akustikelemente über der Empore) muss das Innengerüst noch umgebaut werden, hier gibt es leider wegen Personalengpässen auch Verzögerungen. Immerhin sind die neuen Deckenleuchten geliefert, die Installation von Steckdosen und Schaltern in der Kirche vorbereitet und hellere Deckenlampen in jedem Stockwerk des Turms installiert.
Da die Außenarbeiten fertig sind, ist das Außengerüst zum Abbau freigegeben. Der Abbau und Abtransport wird hoffentlich bis spätestens Ende nächster Woche erfolgen! Wenn das Gerüst weg ist können dann auch die Risse an den Kanten des Vordachs im Untergeschoss des Turms ausgebessert und die Sichtflächen neu gestrichen werden.
Letzte Woche haben Gudrun und Frank Scharer das gute Wetter genutzt um die Kirchenfenster außen zu putzen, was durch den Baustaub auch dringend nötig war. Vielen Dank den Beiden.
Kalenderwochen 28 bis 32 (7. Juli - 7. August 2025)
Der Zahn der Zeit
Die letzten Wochen gab es hier nichts Neues mehr zu lesen, der Schreiber dieser Zeilen musste wegen einer sommerlichen Erkältung eine längere Pause einlegen und war nur selten vor Ort. Auf der Baustelle wurde aber trotzdem gearbeitet, was am nun komplett eingerüsteten Turm deutlich sichtbar wurde. Der Stuckateur hat die komplette Fassade und insbesondere die Betonstützen des Turms inspiziert. Der Putz der Fassade war zwischen den Altarraumfenstern und der Sandsteinverkleidung der Westseite größtenteils wegen Feuchte- und Frostschäden lose und musste erneuert werden. Ebenso gab es Schäden am Putz im Sockelbereich der Außenwände des Gemeindesaals, die extra behandelt werden mussten. Der alte Zementputz der Fassade zeigte sehr viele Risse, die durch eine spezielle dickflüssige Grundierung geschlossen wurden. Der Anstrich der Fassade dürfte Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Der ausgewählte "Sand"-farbene Farbton hat einen „frischen“ und warmen Charakter und passt sehr gut zu den Sandsteinen!
Mittlerweile ist der Turm komplett gestrichen, lediglich die Zifferblätter und Zeiger der Uhren müssen noch behandelt werden, da der Lack stark angegriffen ist und es viele Roststellen gibt.
Der Trockenbauer hat die Akustikelemente unter dem Dach montiert, jetzt müssen sie nur noch gestrichen werden.
Die Photovoltaikanlage der KSE ist in Betrieb genommen worden und der Blitzschutz wurde auf dem Dach installiert.
Kalenderwochen 24 bis 27 (9. Juni bis 4. Juli 2025)
Die alten, nicht wieder verwendeten Dachrinnen wurden zum Schrotthändler gebracht und erlösten noch über 400€ für die klamme Kasse. Die Baustelle geriet etwas in´s Stocken, da die Umbauten am Innengerüst nicht termingerecht fertig wurden und der Trockenbauer einen personellen Engpass hatte. Der Elektriker hat alle Kabel verlegt. Der Stuckateur hat die Kabelschlitze wieder verschlossen, die Halterungen der alten Wandlampen wurden abgebaut und die dadurch entstandenen Löcher auch wieder verschlossen. Die Wände mit vielen Löchern und Schlitzen wurden neu verputzt, da sonst die Reparaturstellen deutlich zu sehen gewesen wären.
Mittlerweile hat der Trockenbauer mit dem Einbau der Akustikelemente an der Decke begonnen. Diese Arbeiten werden etwa 3 Wochen dauern. Parallel dazu wird der Elektriker in Abstimmung mit dem Trockenbauer die Zuleitungen zu den Leuchten im Dachbereich verlegen.
Wie für jedermann von weitem sichtbar ist auch der Kran auf wundersame Weise verschwunden, was wir freudig zur Kenntnis nehmen, da wir jetzt wieder alle Parkplätze nutzen können.
Anfang KW28 wird endlich das Außengerüst am Turm erweitert, dann kann der Maler mit den Arbeiten an der Außenfassade anfangen.
Der Sachausschuß hat in Abstimmung mit dem Maler die Farbtöne für die Fassade festgelegt: die Fassadenflächen bekommen einen Beige-Sand-farbenen Ton, die Turmstützen und die Streifen unter dem Dach und entlang der Sandsteinverblendung bleiben in einem Grauton, der mit den Rahmen der Kirchenfenster harmonisert, sowie sich das damals der Architekt auch wohl gedacht hat. Die Wände der Kirche innen bekommen einen „zurückhaltendes“ Weiß, die seitlichen Betongurte oben und die Sprossen der Altarraumfenster werden im selben Grauton wie im Außenbereich gestrichen.
Insgesamt haben wir jetzt eine Verzögerung im Bauzeitenplan von 4 Wochen, d.h. die Bauarbeiten sollen Ende August beendet sein.
Kalenderwochen 21 bis 23 (19.05.- 06.06.2025)
Zuerst haben in KW21 die Zimmerleute in der Kirche im Eingangsbereich und unter der Empore die Einhausung wieder abgebaut, damit der Elektriker freien Zugang hat. Der Flaschner hat die Dachrinnen und Fallrohre montiert, wobei die alten Dachrinnen und Fallrohre nur zum Teil wieder verwendet werden konnten, da einige Abschnitte beim Abbauen zu stark beschädigt wurden. Die nicht wieder verwertbaren Teile können aber dem Recycling zugeführt werden und der Kupferpreis ist momentan ziemlich hoch, was der Kasse der Kirchengemeinde zugute kommt.
Mit leichter Verspätung wurden am Montag vor Himmelfahrt (KW22) die Dachziegel angeliefert, die nahezu den gesamten Parkplatz in Beschlag nahmen. Die Dachdecker haben dann am Dienstag mit der Eindeckung begonnen, sind aber leider nicht bis Himmelfahrt fertig geworden, so dass es mit den Parkplätzen zum Gottesdienst an Himmelfahrt etwas eng wurde. Parallel haben die Elektriker in der Kirche angefangen Schlitze zu fräsen und Kabel zu verlegen. Der Stuckateur hat die unverkleideten Giebelbereich im Altarraum innen gedämmt und verputzt und die Betongurte innen wieder mit Dämmmaterial verkleidet.
Das Dach wurde dann Anfang KW22 fertig gedeckt und Halterungen für Schneefanggitter und die zukünftige PV-Anlage angebracht. Die PV-Anlage wurde dann auch gleich von einem Fachbetrieb montiert. Diese Anlage betreibt die "KSE Energie", das Energieversorgungsunternehmen der Diözese (https://www.kse-energie.de/ueber-kse/unternehmen), mit dem die Kirchengemeinde einen Pachtvertrag hat. Wir haben also keine eigene PV-Anlage mehr, der KGR hatte sich bereits letztes Jahr für dieses Modell entschieden.
Das Dach ist nun fertig, der Container auf dem Parkplatz abgeholt und die Zimmerleute haben ihre übrigen Materialien und den Baucontainer mitgenommen. Der Kran steht noch, ist aber ab nächster Woche freigegeben (d.h. ab da kostet er nichts mehr) und wartet darauf zu einem neuen Einsatzort gebracht zu werden. Das kann aber noch ein bis zwei Wochen dauern. Dann gibt es zumindest an den Wochenenden und Feiertagen wieder genügend Platz auf dem Parkplatz.
Kalenderwochen 19 und 20 (05.05.-16.05.2025)
Es wurde zwar nicht an allen Tagen gearbeitet, aber wichtige Aufgaben wurden angepackt. Der Prüfstatiker hat zusammen mit dem Statiker und einem Vertreter des Architekten die Ausführung der Dachkonstruktion überprüft. Es gab keine Beanstandungen.
In die Dachelemente wurde der Dämmstoff eingeblasen. Der verwendete "Isofloc" Dämmstoff besteht aus recycletem Zeitungspapier, das sehr fein zerrupft wird, so dass es in lauter kleine Flocken zerfällt. Mit einem starken Gebläse wird es aus eine LKW heraus in die Zwischenräume der Dachelemente vom Giebel aus eingeblasen, was sehr viel Erfahrung und Gefühl verlangt.
Am neuen Dach waren auch noch einige Zusatzarbeiten zu erledigen. So wurden die Bretter für die sogenannte „Untersicht“ montiert, das ist der sichtbare überstehende Bereich des Daches. Der Zwischenraum zwischen den Betongurten und den seitlichen Holzschwellen, auf denen die Dachelemente befestigt sind, wurde mit einem speziellen Betonmaterial gefüllt, damit sich die Last besser verteilt. Der Statiker hat dann noch mit kräftiger Unterstützung der Zimmerleute die Zugstäbe für eine gleichmäßige Lastverteilung vorgespannt.
Im Bauzeitenplan hat sich durch die vielen Änderungen und Zusatzarbeiten mittlerweile eine Verzögerung von rund 2 Wochen ergeben.
Kalenderwoche 18 (29. April 2025): Richtfest
Auf Anregung der Zimmerleute fand noch sehr kurzfristig am 29. April ein kleines Richtfest in bescheidenem Rahmen statt.
Die Zimmerleute organisierten kurzentschlossen einen großen Ast einer Birke aus der näheren Umgebung und befestigten ihn oben am Gerüst hoch über dem Kirchplatz. Und wie es sich gehört wurde vom Vorarbeiter auch ein zünftiger Richtspruch vorgetragen, in dem Bauwerk, Bauherr und Bauleute gewürdigt wurden und natürlich für den reibungslosen und unfallfreien Ablauf der Bauarbeiten gedankt wurde. Nicht zu vergessen die von Regine Pscheidl vorgetragenen Segenswünsche für das neue Kirchendach.
Kalenderwochen 15 bis 17 (07. - 25. April 2025)
In der KW15 wurden die Dachelemente über dem Kirchenschiff montiert und Vorarbeiten für die Elektroinstallation im Turm durchgeführt. Bis Gründonnerstag war dann auch das Dach über dem Altarraum geschlossen und die Holzfaserweichplatten wurden als Abschluss montiert. Damit war das Dach erstmal dicht.
Am Mittwoch vor Ostern wurde mit den Planern die Fassade, die Betonstützen des Turms, die Sandsteine an den Giebeln und die Kunststeinfassungen der Altarraumfenster inspiziert. Die Sanierung der Betonstützen des Turms beschränkt sich auf kosmetische Maßnahmen, die vom Stuckateur ausgeführt werden. Die Fugen zwischen den Sandsteinen auf der Westseite müssen teilweise ausgebessert werden ebenso wie die Fugen zwischen den Kunststeinen der Altarraumfenster, wofür noch ein Steinmetz gesucht wird. An den Außenwänden des Altarraums gibt es Risse und lockeren Putz zwischen dem Fenster und der Giebelverkleidung, was auch noch einer besonderen Behandlung bedarf.
In dieser Woche wird auf dem Dach noch die Unterspannbahn und die Konterlattung montiert.
Da das durchaus ein Grund zum feiern ist, wird es am Dienstag 29. April um 16 Uhr ein kleines Richtfest geben.
Kalenderwoche 14 (31.03.- 04.04.2025)
Am Mittwoch 2. April ist endlich die Baufreigabe erteilt worden, der "Rote Punkt" hängt nun am Schaukasten. Der Abbruch des Kirchendachs begann auf der Ostseite, die ersten beiden Abschnitte (ein Abschnitt ist immer der Bereich zwischen zwei Fachwerkträgern bzw. Träger und Giebel) wurden freigemacht. Auf dem Betongurt wurde noch eine "Aufkantung" entdeckt, die entfernt werden muss, was mit weiteren Kosten verbunden ist. Der Abbruch wird aber geschickterweise gleich von den Zimmerleuten mit erledigt.
Bis Freitag Nachmittag war der erste Dachabschnitt mit den Dachelementen bestückt. Wie die Konstruktion im Giebelbereich aussieht, ist auf dem Foto zu erkennen. Die Verankerung der Zugstäbe ist auf dem anderen Foto zu sehen.
Wenn das Wetter mitspielt und keine größeren Überraschungen mehr kommen, dürften alle Dachelemente bis Ostern montiert sein. Ob das Dach dann schon komplett gedämmt und eingedeckt ist wird sich zeigen.
Die bestehende Dachrinne wird auf Anregung der Zimmerleute entgegen der bisherigen Planung wieder verwendet, was uns Geld spart.
Kalenderwochen 12 und 13 (18.-25.03.2025)
Nach einem vor-Ort-Termin mit den Planern und Betonsanierern wurde die Betonsanierung außen fortgesetzt. Die Betongurte seitlich haben außen keine größeren Schäden. Der teils marode Überstand der Betongurte an den Giebeln wird abgeschnitten.
Die Prüfergebnisse der ersten Betonsanierung und weitere geänderte Planunterlagen wurden an das Bauamt in Backnang zur Prüfung weitergeleitet.
Die PV-Anlage ist vollständig abmontiert und wartet auf Abnehmer.
Das Innengerüst wurde in den Bereich des Giebels erhöht, damit die Zimmerleute beim Abbruch des alten und dem Aufbau des neuen Daches besser arbeiten können.
Mittlerweile liegt auch der Prüfbericht des unabhängigen Prüfstatikers vor, er hat keine Einwände gegen die Konstruktion.
Wenn das Wetter mit spielt startet der Abbruch und Neubau des Daches am 2. April.
Kalenderwochen 9 bis 11 (21.2. – 15.03.2025)
Jetzt ist auch endlich von außen deutlich sichtbar, dass renoviert wird. Die Kirche ist komplett eingerüstet und auf dem Parkplatz steht ein großer Baukran. Der wurde auch gleich genutzt um die PV-Anlage ab zu montieren. Nun muss noch ein Abnehmer für die Module gefunden werden.
Die Betonsanierung im Innenbereich ist abgeschlossen und die Betonsanierung im Außenbereich wurde vorbereitet, große Plastikfolien sollen vor Dreck und Staub schützen. Mitte KW12 startet dann die Betonsanierung außen.
Ein Putztrupp von 6 Freiwilligen hat im Turm aufgeräumt, entrümpelt und den gröbsten Dreck entfernt, was keine sehr angenehme Arbeit war. Das alles war aber nötig, da der Elektriker im Turm die Zuleitungen für die Kirche verlegen wird.
Der Statiker hat mit den Zimmerleuten noch die letzten Änderungen besprochen und das weitere Vorgehen abgestimmt. Wenn die Betonsanierung ohne Zwischenfälle klappt und das Bauamt in Backnang den immer noch fehlenden „Roten Punkt“, die Baufreigabe, erteilt, dann geht es mit der Dacherneuerung in KW13 los.
Kalenderwochen 3 bis 8 (13.1. – 21.2.2025)
„...auf ew´gen Stein erbauet….“
Nach der Ruhe der Weihnachtszeit wurde die Stille im Kirchraum jäh durch einen Paukenschlag beendet. Es stellte sich im Januar bei einigen vor Ort Terminen mit Fachleuten heraus, dass die auf den Seitenwänden oben umlaufenden Betonträger, die die Dachkonstruktion aufnehmen, saniert werden müssen. In den 60er Jahren nahm man es anscheinend nicht so genau mit der Positionierung der Stahleinlagen, so dass diese teilweise viel zu weit an der Außenseite der Träger liegen. Das musste nun dringend saniert werden!
Anfang Februar war eine renommierte Sanierungsfirma vor Ort, die auch zügig ein Angebot ablieferte und glücklicherweise schnell mit den Arbeiten beginnen konnte. Allerdings verzögert sich der weitere Bauablauf um 1 Woche, was nicht dramatisch ist.
Am 17. Februar startete die Betonsanierung auf den Innenseiten, alles lief nach Plan. Mittlerweile hat sich noch herausgestellt, dass die Betonträger auch auf der Außenseite saniert werden müssen. Das ist zum Glück weniger aufwendig, kann aber erst durchgeführt werden, wenn das Außengerüst steht, was ab dem 10. März der Fall sein soll.
Kalenderwoche 49 und 50 (02.-13.12.2024)
Der Abbau der Zwischendecke startete pünktlich mit der Anlieferung von zwei Containern. Wegen der vorgeschriebenen Materialtrennung war einer für die Glaswolle aus der Dämmschicht der Zwischendecke und einer für die Holzteile vorgesehen. Zum Ausbau der Glaswolle musste Schutzkleidung und -maske getragen werden, die Abfälle wurden in große Kunststoffsäcke verpackt. Der Container war bald gefüllt und der Haufen mit den Holzabfällen wuchs auch zügig. Allmählich wurden immer mehr Ziegel von der Dacheindeckung sichtbar. Über die Zwischendecke waren auch einige Elektroleitungen für die Beleuchtung und die Orgel verlegt, außerdem wurden nun an den Seitenwänden die restlichen Elektroleitungen sichtbar.
Nach einer weiteren Container-Runde wurden Gerüst und Kirchenraum vom schlimmsten Staub und Dreck rechtzeitig zum Wochenende gereinigt.
Durch das regnerische Wetter wurden auch die undichten Stellen im Dach sichtbar, hauptsächlich vor dem Altarraum. Am meisten Wasser drückt bei einer Befestigung der PV-Anlage durch. Da besteht Handlungsbedarf.
Am 11. Dezember wurde der Abstand der Betongurte auf den Seitenwänden vermessen. Leider hat der Statiker dabei festgestellt, dass wahrscheinlich noch eine Betonsanierung dort durchgeführt werden muss, da teilweise die Bewehrungsstähle offen liegen.
Für den 3D-Scan des Dachstuhls, der sehr wichtig für die Planung der Dach-Fertigelemente ist, wurden noch die untersten Längsbalken der Zwischendecke abmontiert. Die restlichen Längsbalken verbleiben bis zur Demontage des Dachstuhls zur Aussteifung der Fachwerkträger. Der 3D-Scan wurde am 13. Dezember gemacht.
Laut dem Bauzeitenplan kehrt nun Ruhe auf der Baustelle ein, die Konstruktionsphase für die Dachelemente startet. Gänzlich verlassen wird die Baustelle aber bis Mitte Februar nicht sein, da immer wieder Kontrollen durchgeführt werden müssen und sich ein Spezialist für Betonsanierungen die Betongurte anschauen muss.
Der Parkplatz ist wieder uneingeschränkt nutzbar.
Kalenderwoche 47 und 48 (18.11.-01.12.2024)
Bevor die Kirche innen komplett eingerüstet werden konnte, mussten einige „Sicherungsarbeiten“ erledigt werden. In der Woche zuvor hatten Frank Scharer, Cem Kütahneci und Dieter Hindl alle beweglichen Sachen zur Seite geräumt, Lampen und Lautsprecher abgeschraubt, das Kreuz und die Kreuzwegbilder von den Seitenwänden abgenommen und verstaut.
Pünktlich am 18.11. rückten dann die Männer von „Kielwein Holzbau“ an. Ihre Aufgabe war es die Bänke zu lösen, den Kirchenboden auszulegen, Altarraum und Seitenfenster zu sichern, der Taufsteinbereich wurde auch abgegrenzt. Die Arbeiten waren in 3 Tagen erledigt.
Zwischenzeitlich fand auch die erste Baubesprechung in der Kirche statt: die beteiligten Planer und die Architektin trafen sich zur Abstimmung.
Am 25.11. quälte sich ein schwer beladener LKW den steilen Kirchberg hoch, die Gerüstbauer der Firma Pagel lieferten ihr Material an. Ein LKW war aber nicht genug, ein zweiter folgte und der Chef hatte seinen Anhänger auch voll beladen. Der Aufbau des Innengerüsts ging flott voran, wobei die Arbeiter die Kirchenbänke mehrfach verschieben mussten, um Platz für die Stützen zu schaffen. Der Sicherheits- und Gesundsheitskoordinator (SiGeKo) erschien unangemeldet (so wie es sein soll) auf der Baustelle und inspizierte die Arbeiten und das Gerüst und bescheinigte uns eine „ordentliche Baustelle“. Nach 3 Tagen mit weiteren Materiallieferungen waren die Arbeitsebenen und Zugänge eingerichtet und es kehrte wieder Ruhe auf der Baustelle ein.
Ab 2. Dezember wird es spannend, dann beginnt der Abbruch der Zwischendecke.
Ansprechpartner
Dieter Hindl
07191-301310




















