Die Lourdes-Grotte am Schloss Ebersberg
Diese befindet sich unterhalb des östlichen Teils der Festungsanlage und entstand 1894 auf Initiative des damaligen Pfarrers Josef Manz. Dies geschah, nachdem kaum 36 Jahre zuvor das südfranzösische Lourdes durch seine Marienerscheinungen berühmt geworden war. Bei dem Projekt auf dem Ebersberg engagierten sich nicht nur die Erwachsenen, sondern auch Grundschulkinder, die fleißig Kalktuffsteine als Baumateriel sammelten, welche sie mit ihren Handwägelchen herantransportierten. 1929 wurde die Grotte letztlich noch vergrößert, untermauert und der Platz davor in der heutigen Form gestaltet.
Im September 2010 haben Unbekannte bei Nacht die Marienfigur aus Gips mutwillig zerstört. Die beiden historischen Figuren der Maria und der Bernadette konnten jedoch schon bald durch neue Plastiken aus Kunstharz ersetzt werden. Ermöglicht wurde dies durch großzügige Spenden von Gläubigen.
Die Grotte ist nun durch ein Eisengitter geschützt. Sie lädt ein zur Besinnung und zum Gebet. Normalerweise werden hier auch die Marienandachten gefeiert und sie kann über den Schlossgraben problemlos erreicht werden.
Die gesamte Schlossanlage gehört inzwischen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und dient als Bildungs- und Begegnungsstätte der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg.


