Herz-Jesu-Kirche in Ebersberg
Die Katholische Kirchengemeinde Ebersberg gibt es seit dem Jahre 1786.
Damals hieß die Kirche „Michaelskirche“ (deshalb der Erzengel Michael an der Stirnseite der heutigen Herz-Jesu-Kirche) und befand sich im Saal des Schlosses Ebersberg. Sie war eine katholische „Enklave“ im protestantischen Land und wurde vom Kloster Schöntal gegründet. Sie wurde zur Mutterkirche der katholischen Kirchen in der Backnanger Bucht: von ihr aus wurde die katholische Kirche Oppenweiler, die katholische St. Johanneskirche in Backnang und später die katholische Kirche in Murrhardt gegründet.
Hunderte von Jahren scheuten die Ebersberger es nicht, den mühsamen Stäffelesweg hinauf zu gehen, um zum Gottesdienst zu kommen. Der Pfarrer wohnte im Schloss. Sehr viel später war sie auch Heimat der in den Nachkriegsjahren hinzugekommenen Katholiken aus Althütte.
Dann beschlossen die Verantwortlichen, mit dem Kirchbau „näher zu den Leuten“ und damit weiter hinunter „ins Tal“ zu gehen: am 15. Okt 1961 wurde die „Herz-Jesu-Kirche“, am Ortsrand von Ebersberg geweiht, die in großer Eigenarbeit von den Ebersbergern errichtet wurde.
Sanierung der Herz-Jesu-Kirche
Im Frühjahr 2021 wurde bei den Vorbereitungen zu einer geplanten energetischen Sanierung des Gemeindezentrums und der Herz-Jesu-Kirche auch der Zustand der Dachkonstruktion der Kirche untersucht. Dabei wurden Schäden auch an tragenden Teilen festgestellt und im weiteren Verlauf ein weitaus schwerwiegender Mangel, nämlich dass die Tragfähigkeit des Daches beim Bau Anfang der Sechzigerjahre zu gering bemessen wurde. Deshalb wurde die Kirche sofort wegen Einsturzgefahr des Daches geschlossen. Alle Gottesdienste fanden ab diesem Zeitpunkt im Gemeindehaus statt.
Von einem Architekten und mehreren Fachplanern wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, das anschließend umgesetzt wurde. Die Finanzierung in Höhe von rund 900.000€ wurde mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart geregelt.
Im Rahmen des Finanzierungsplans wurde die Kirchengemeinde verpflichtet 50.000€ an Spendengeldern aufzubringen. Das ist für unsere Kirchengemeinde sehr viel Geld. Jede Spende, egal wie hoch, hilft das Ziel zu erreichen und ist nicht der berühmte Tropfen auf den heißen Stein!
Spenden bitte mit dem Vermerk "Spende für die Kirchensanierung" auf das Konto der Kath. Kirchengemeinde Auenwald-Ebersberg, Kreissparkasse Waiblingen, IBAN: DE27 6025 0010 0000 0250 85 (BIC: SOLADES1WBN).
Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!
Zum Ablauf der Sanierungsarbeiten
Wiedereröffnung der Herz-Jesu-Kirche Ebersberg am 24. Mai 2026
Mit großer Freude feierte die katholische Kirchengemeinde Ebersberg am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2026, bei strahlendem Sonnenschein, mit einem Festgottesdienst die Wieder-eröffnung ihrer Pfarrkirche. Da das Gotteshaus knapp 5 Jahre geschlossen war, und sich der Innenraum doch wesentlich verändert hatte, spürten wir die Veränderung schon deutlich.
Sehr sinnenfällig/symbolisch begann der Gottesdienst an diesem Tag vor der verschlossenen Kirchentür.
Pfr. Müller erschloss diesen Akt theologisch/biblisch mit Versen aus Psalm 24 „Wer darf hinaufziehen zum Berg des Herrn…?“ und dem Kehrvers „Hebt euch ihr Tore, hebt euch ihr Tore, unser König kommt!“
Dann trugen verschiedene Aktive wesentliche sakrale Elemente wie z. B. die Osterkerze, das Vortragekreuz, die Leuchter, das Lektionar, die Hostienschale, den Kelch, die Schellen und das Weihrauchfass vom Gemeindesaal, dem ehemaligen Gottesdienstort, hoch auf den Vorplatz und wir zogen ganz bewusst in den neuen Raum ein. Es war schon ein erhebendes Gefühl, das Gotteshaus mit dem Lied „Der Geist des Herrn erfüllt das All...“ wieder in Besitz zu nehmen.
Sehr schön war auch die zahlreiche Begleitung durch viele Gottesdienstbesucher BEIDER Kirchengemeinden. Auch die Architekten, der Statiker, der Vertreter der Fa. Kielwein, die das spektakuläre Dach aufgerichtet hatten, feierten mit uns. Selbst die beiden Bürgermeister aus Auenwald und Althütte waren unserer Einladung gefolgt. In seiner Predigt verstand es Pfr. Müller gut, die Situation des damaligen „Pfingsttages“ mit dem heutigen in Verbindung zu bringen: Ich zitiere: „Die Jünger saßen hinter verschlossenen Türen. Aus Angst. Aus Unsicherheit. Aus Erschöpfung. Die Zukunft war ungewiss. Vieles lag brach. Sie wussten nicht, wie es weitergehen sollte.“ Genauso fühlten wir uns ja auch 2021, als das Betreten der Kirche aus statischen Gründen verboten wurde. Und, angesichts der Situation in der Kirche: Mitgliederschwund - Missbrauch - Priestermangel - Geldmangel - Bischofswechsel haben auch wir vom KGR befürchtet, dass sie vielleicht nicht wieder geöffnet wird. Heute dürfen wir wieder hinein. Und vielleicht ist gerade dieses neue Dach ein starkes Bild für das, was Pfingsten bedeutet. Das frühere abgehängte Dach, also die Zwischendecke ist verschwunden. Der Kirchenraum ist höher und weiter geworden. Der Blick öffnet sich nach oben. Der Raum wirkt freier. Vielleicht will uns das sagen: „Auch unser Horizont soll weiter werden.“ „Dem Heiligen Geist zu vertrauen heißt deshalb nicht, kritiklos jeder Neuerung hinterherzulaufen. Aber es heißt sehr wohl, neuen Ideen etwas zuzutrauen, Aufbrüche nicht schon aus Angst im Keim zu ersticken. Damit zu rechnen, dass Gott auch heute Neues wachsen lassen kann.“
Und „Denn wie damals bei den Aposteln wird sich mit der Zeit zeigen, welcher Geist in einem Neuanfang wirkt.“ „Die Apostelgeschichte erzählt uns, was damals geschah: Menschen fanden zum Glauben. Eine tragfähige und liebevolle Gemeinschaft entstand. Kranke und Verbitterte fanden Heilung und neue Lebendigkeit.“ „Und genau daran können auch wir heute erkennen, ob Gottes Geist unter uns wirkt: ob Menschen hier Trost finden, ob Gemeinschaft wächst, ob Hoffnung stärker wird als Resignation, ob Menschen spüren: Hier ist Platz für mich!“
Am Ende des feierlichen Gottesdienstes dankte die Gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Frau Pscheidl zuerst Gott, dass während der ganzen Bauzeit kein Unglück passiert war. Dann eröffnete sie den Reigen des Dankes mit einem Dank an die Gottesdienstbesucher, die gekommen waren, um mit der Gemeinde diesen Anlass zu feiern. Ihr Dank richtete sich dann an den Architekten des Ordinariates, der leider nicht da war, an den Statiker, die Architekten, die vielen Handwerker angefangen vom Gerüstbauer, über die Holzbaufirma, die Maler- und Stukkateurfirmen, die Heizungsfirma, den Elektroinstallateur und, und, und. Sie dankte auch dem Hausmeister, Herrn Pludra, der sich noch der Reinigung des Parketts und der Sitzpolster angenommen hatte, zudem Herrn Zwara, der die ramponierte Außenanlage wieder in einen ansehnlichen Zustand gebracht hatte. Auch die 10 Frauen aus der Kirchengemeinde, die in vielen Stunden den Baustaub von Bänken, Böden, Geländern, Figuren und Kreuzwegbildern entfernt hatten, dankte sie mit einer Rose. Besonders dankte sie den zahlreichen, großzügigen Spendern, die es ermöglicht hatten, dass wir den vom Ordinariat geforderten Eigenbetrag erbringen konnten. Sie vergaß auch nicht die Fa. Edeka-Bangemann, die freundlicherweise ihren Parkplatz für den Shuttleservice zur Verfügung gestellt hatte und die Gemeinden Allmersbach und Auenwald für die Überlassung der zwei Kleinbusse zum Transport der Gottesdienstbesucher. Ganz ausdrücklich bedankte sie sich bei Herrn Dieter Hindl, der für die Gemeinde unermüdlich, akribisch, zäh, hartnäckig und kompetent aber eigentlich ungeplant und ehrenamtlich die örtliche Bauleitung übernommen hatte. Sie betonte, dass der KGR der eine solche Mammutaufgabe ja zum ersten Mal übernommen hatte, die ganze Renovierung ohne ihn nicht hätte stemmen können. Er sei eine wichtige Drehscheibe zwischen Ordinariat, Architekten, KGR, Handwerkern und Notar gewesen und selbst das überreichte Geschenk sei dafür zu klein. Sie äußerte auch ihren Dank an seine Ehefrau, die ihm zur Seite stand, ihn sicher oft vermissen oder aufbauen musste. Sie äußerte ihre Hoffnung, dass er ob der geleisteten Arbeit nicht zu sehr gealtert sei und hoffe, dass er jetzt wieder auftanken könne. Auch Herrn Frank Scharer, der ein verlässlicher Unterstützer war, bedachte sie mit einem Geschenk. Zu guter Letzt zollte sie auch dem Ökumenischen Kirchenchor unter Leitung von Herrn Merk und auch der Organistin Frau Zimmer ihren Dank für die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes. Sie vergaß auch nicht Frau Zimmer für ihren geduldigen, unermüdlichen Einsatz im Wechsel mit Herrn Zeman zu danken, die auch in der kirchenraumlosen Zeit mit einer Liedbegleitung auf dem Klavier den sonntäglichen Gottesdienst feierlich gestaltet hatten. Wunderschön hatten zwei FloristInnen die Natur mit in die Kirche gebracht, auch Ihnen galt ein besonderes Dankeschön.
Am Schluss lud Sie voller Freude zu einem Stehempfang ins Gemeindehaus ein, der durch den Festausschuss, unter Leitung von Anette Seez perfekt organisiert war und aus vielen von den Gemeindemitgliedern beigesteuerten Fingerfood-Leckereien bestand.
Diese Einladung wurde rege angenommen und viele Gäste nahmen die Gelegenheit zur Begegnung bei Häppchen und Getränk wahr.
Für den KGR: R. Pscheidl
Gemeindehaus
Das Gemeindehaus befindet sich unterhalb der Herz-Jesu-Kirche.
Vermietung
Aufgrund der Sanierung der Herz-Jesu-Kirche kann der große Saal, der Platz für max. 80 Personen bietet und über eine voll ausgestattete Küche verfügt, derzeit nicht vermietet werden, da dieser momentan als Gottesdienstraum genutzt wird.
Das Gemeindehaus ist nicht barrierefrei erreichbar.
Der Clubraum kann für max. 30 Personen gemietet werden.
Nähere Informationen hierzu sind beim Pfarrbüro Ebersberg erhältlich.









